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Gesamt109384
- Stefanie Kausch
44 Jahre in 37 Tagen - Stefan Loick
30 Jahre in 57 Tagen - Carolin
18 Jahre in 83 Tagen
Vereinschronik
Vorgeschichte
Als der Verein im Herbst 1968 ins Leben gerufen wurde, konnte der Tischtennissport in unserer Gemeinde bereits auf eine lange Tradition zurückblicken.
Schon 15 Jahre vorher, Ende 1953, gründete die damalige katholische Jugendorganisation "Jungmännering" eine Tischtennisabteilung, die rasch eine schwunghafte Entwicklung erlebte. Am 01. April 1954 gehörten der Abteilung 54 Spieler an.
Der gesamte Spielbetrieb fand zwar unter recht primitiven Verhältnissen, aber unter großer Begeisterung aller Spieler im Keller der Laurentiuskirche statt. Dass dort nur 2 Tische aufgestellt werden konnten, bedeutete für die Spieler immer wieder lange Wartezeiten, beeinträchtige die Spielfreude aber in keiner Weise.
Erster Höhepunkt für die Lembecker Tischtennissportler waren die Amtsmeisterschaften, die im Mai 1954 im Saal Stegemann ausgetragen wurden, wobei die Lembecker Spieler als Ausrichter fungierten. Fast 100 Spieler aus allen Gemeinden des damaligen Amtsbezirks Hervest-Dorsten kämpften an 7 Tischen um Pokale und Urkunden. Von den Lembecker Spielern konnte Friedel Bahde den 3.Platz in der Jugendklasse belegen.
Bei den drei Monate später im damaligen Kolpinghaus Dorsten (alte Notkirche) ausgetragenen Dekanatsmeisterschaften der katholischen Jugendorganisationen errangen bereits drei Lembecker Spieler vordere Plätze, und zwar Ludger Grote-Westrik den 2. Platz in der Herrenklasse, Friedel Bahde den 2. Platz und Hans Bahde den 3. Platz in der Jugendklasse.
In den Jahren 1954 und 1955 trug die TT-Abteilung zahlreiche Freundschaftsspiele gegen benachbarte Vereine aus. Schon bald stand aufgrund der Spielstärke folgende Stammmannschaft fest:
1. Ludger Grote-Westrik
2. Friedel Bahde
3. Bernhard Recker
4. Norbert Heitmann
5. Hans Bahde
6. Theo Rekers
Als Ersatzspieler wurden überwiegend die Brüder Franz und Josef Weßeling eingesetzt.
Von 1956 an nahm man dann auch am Meisterschaftsbetrieb in der Kreisklasse Borken teil, zunächst wegen des Zusammenschlusses mit einigen Rhader Spielern als "TTAK Rhade" (Tischtennisabteilung Kolping Rhade), aber bereits ein Jahr später gab sich der Verein den Namen "TTV Lembeck".
In dieser Zeit erwarb sich der Rhader Spieler Alois Winkelmamm besondere Verdienste um die Förderung des Vereins und des Lembecker Tischtennissportes. Obwohl für seine privaten Bedürfnisse ein kleiner Wagen vollkommen ausreichte, beschaffte er auf eigene Kosten einen geräumigen Mercedes, um damit alle sechs Spieler der Mannschaft zu den Auswärtsspielen fahren zu können.
Wenn man bedenkt, dass zu der damaligen Zeit noch kaum ein junger Spieler an einen eigenen Pkw dachte, so kann man in der Haltung von Alois Winkelmamm einen riesigen Idealismus feststellen.
"Spiellokal" blieb während der gesamten Zeit der Kirchenkeller in Lembeck. Der aus Sicht der Tischtennisspieler unglückliche, aus Sicht der Kirche jedoch verständliche Umstand, dass während der Gottesdienst- und Beichtzeiten nicht gespielt werden durfte, also sonntags vor 11 Uhr und an Samstagabenden kein Spielbetrieb stattfinden konnte, führte immer wieder zu der Notwendigkeit von Spielverlegungen, weil ja die Meisterschaftsspiele überwiegend für solche Zeiten angesetzt waren. So blieb es nicht aus, dass es auch schon einmal zu Meinungsverschiedenheiten mit den gegnerischen Vereinen kam, die die Spielfreude nicht gerade förderten. Hieraus folgerte, dass einige Spieler zum Fußball wechselten, und so blieb es nicht aus, dass der vereinsmäßige Spielbetrieb nach einigen Jahren zum Erliegen kam und der TTV Lembeck sich auflöste.
In den nächsten Jahren kehrte in Lembeck für Tischtennissportler zwar eine Art "Dornröschenschlaf" ein, es wurde aber immer noch vereinzelt im Kirchenkeller gespielt.
1967 war es dann ein Beinbruch, der indirekt für eine Wiederbelebung des schönen Tischtennissportes in Lembeck sorgte.
Einige an der Kettelerstraße wohnende, zum Teil nicht mehr ganz junge Männer, versuchten sich einmal wöchentlich auf einem Bolzplatz in der Kunst des Fußballspielens. Das Hobby hatte zur Folge, dass im Frühjahr 1967 ein Spieler bei einem der Spiele ausruschte und sich einen Knochenbruch zuzog. Dieser betrübliche Unfall führte zu der Erkenntnis, dass Fußball für eine derart ungeübte Freizeittruppe wohl doch nicht die richtige Sportart sei.
Man besann sich, dass einige schon früher Tischtennis gespielt hatten und beschloss, unter Führung der früheren Spieler Josef Wesseling und Heinz Scherf, einen neuen Versuch zu wagen. Auf Anfrage stellte die Kirchengemeinde den Kirchenkeller wieder zur Verfügung, und so konnte man schon bald mit dem Spiel beginnen.
Während die Spieler der Kettelerstraße an den ersten Spielabenden noch unter sich waren, fanden sich nach wenigen Wochen schon zahlreiche Spieler ein und es entwickelte sich rasch ein reger Spielbetrieb. Hierbei war es nicht verwunderlich, dass fast alle früheren TTV-Spieler, auch viele derjenigen, die damals noch in der 2. Mannschaft oder in der Jugendmannschaft gespielt hatten, sofort wieder begeistert mitmischten.
An den Amtsmeisterschaften 1967 in der Josefschule Hervest-Dorsten beteiligten sich bereits wieder 2 Lembecker Spieler, wobei es Heinz Scherf auf Anhieb gelang, in der B-Klasse den 3. Platz zu erringen.
Für den 17. Juli 1968 riefen Josef Wesseling und Heinz Scherf alle tischtennisinteressierten Lembecker zu einem offenen Turnier auf. Erfreulicherweise meldeten sich sofort mehr als 20 Spieler zur Teilnahme an. Wenn es bei den meisten Spielern auch am fehlenden Training haperte, legten doch alle großen Ehrgeiz an den Tag und es kam zu äußerst spannenden und interessanten Kämpfen. Einzelsieger wurde Hans Bahde, während im Doppel das Paar Heinz Scherf / Bernhard Recker den ersten Platz belegen konnte.
Dieses Turnier gab dem Lembecker Tischtennissport wieder enormen Auftrieb, so dass noch im Laufe des Sommers mehrere Freundschaftsspiele gegen benachbarte Vereine ausgetragen werden konnten.
Bei dieser allgemeinen Begeisterung blieb es natürlich nicht aus, dass schnell der Wusch lebendig wurde, wieder einen Tischtennisverein ins Leben zu rufen.
Vereinsgründung
Im Herbst 1968 ging der Neubau der Lauentiusschule Lembeck mit der dazugehörigen Turnhalle seiner Vollendung entgegen.
Am 12. Oktober 1968 konnte seitens der Schule der Turnunterricht in der neuen Turnhalle aufgenommen werden und am Freitag, dem 20. Dezember 1968 wurde sie in einer großen Feierstunde offiziell ihrer Bestimmung übergeben. An der Feierstunde nahmen die Spitzen von Rat und Verwalung teil, u.a. für die Gemeinde Lembeck Bürgermeister Weßeling, für das Amt Hervest-Dorsten Amtsbürgermeister Grüter und Amtsdirektor Quinders sowie für die katholische Kirche Pfarrer Theke und für die evangelische Kirche Pastor Höpker.
Die sich abzeichnende Fertigstellung der neuen Turnhalle war für die tischtennisbegeisterten Lembecker das Signal, endlich aus dem doch recht primitiven Spielmilieu des Kirchenkellers an das Licht der Sonne zu treten.
Frühzeitig bemühte man sich um Berücksichtigung bei der Vergabe von Trainingszeiten. &Uml;ber den Antrag wurde zur Freude aller Tischtennisspieler positiv entschieden.
Diese Umstände gaben den sportbegeisterten Tischtennisspielern enormen Auftrieb und so gab es kein Halten mehr, die Gründung eines neuen Lembecker Tischtennisvereins schnellstens zu verwirklichen.
Für den 13.11.1968 lud der Sportkamerad Josef Weßeling zu einer Versammlung in die Gaststätte Leo Langenhorst ein, auf der über die Gründung eines Tischtennisvereins beraten und entsprechende Beschlüsse gefasst werden sollten.
Diese Versammlung entwickelte sich dann zur Geburtsstunde des TTC Lembeck.
Leider konnten an der Versammlung nicht alle Spieler teilnehmen, die sich bisher am Spielbetrieb beteiligt hatten. Wider Erwarten waren auch einige nicht an einem vereinsmäßig betriebenen Tischtennissport interessiert und blieben deshalb der Versammlung fern.
Besonders bedauerlich war der Umstand, dass der im Vorfeld so aktive und erfolgreiche Spieler Heinz Scherf schon zu diesem Zeitpunkt aus gesundheitlichen Gründen keinen Spot mehr betreiben durfte und somit als aktiver Spieler ausfiel.
So blieb es einem verhältnismäßig kleinen Kreis vorbehalten, über die künftigen Geschicke des Lembecker Tischtennissportes zu entscheiden.
An der Versammlung nahmen folgende Personen teil:
Hans Bahde, Friedel Bahde, Ludger Grote-Westrik, Leo Langenhorst, Günther Linneweber, Bernhard Recker, Heinz Risthaus, Willi Schrudde, Eugen Seyer, Josef Wesseling.
Diese Teilnehmer sind als die eigentlichen Gründungsmitglieder des Vereins anzusehen.
Mit großer Freude nahmen die Anwesenden zur Kenntnis, dass im Falle einer Vereinsgründung die neue Turnhalle Mittwochabends für den Trainingsbetrieb, an Samstagnachmittagen und Sonntagvormittagen für Meisterschafts- oder Freundschaftsspiele zur Verfügung stehen würde. Außerdem freute man sich darüber, dass zur Grundausrüstung der Turnhalle auch vier Tischtennistische gehören und dem zu gründenden Verein zur Verfügung gestellt werden sollten.
Somit waren dem Tischtennissport in Lembeck für einen vereinsmäßigen Spielbetrieb, dank der Unterstützung der seinerzeit noch selbstständigen Gemeinde, die für damalige Verhältnisse bestmöglichen Startbedingungen in Aussicht gestellt. Man war sich sofort einig, diese zu nutzen, zumal die Gemeinde eine direkte finanzielle Unterstützung zugesagt hatte. Für die Anwesenden erhob sich jedoch die Frage, ob es vorteilhafter sei einen eigenen Verein zu gründen oder als Abteilung dem Fußballverein Schwarz-Weiß Lembeck, mit dem man schon Vorgespräche geführt hatte, beizutreten. Mit 7:2 Stimmen entschied man sich bei einer Enthaltung für die Gründung eines eigenen Vereins, dem man den Namen "Tischtennisclub (TTC) Lembeck" gab.
Zum Vereinslokal wurde einstimmig die Gaststätte Leo Langenhorst gewählt.
Man beschloss ferner, dem Westdeutschem Tischtennisverband beizutreten und Mitglied der Sporthilfeversicherung zu werden.
Nach Annahme einer vorläufigen Satzung wurde der Sportkamerad Günther Linneweber zum Vorsitzenden gewählt. Er übernahm auch gleichzeitig die Ämter des Kassenwartes und des Übungsleiters(Sportwartes).Schriftführer und stellvertretender Übungsleiter wurde Heinz Risthaus.
Diese beiden Sportkameraden waren in den ersten Jahren die tragenden Säulen des Vereins. Vor allem ihnen und natürlich auch den Spielern der ersten Mannschaft verdanken wir es, dass sich der Verein vom schnell und vielfach belächelten "Ping-Pong-Club" zu einem angesehenen Sportverein entwickelte.
Amtmeisterschaften 1969
Im August 1969 stand sowohl für die neue Lembecker Turnhalle, als auch für den noch jungen TTC, die erste große Belastungsprobe an.
Der TTC Lembeck hatte die Ausrichtung der Amtmeisterschaften übernommen, die am Samstag, dem 23.August und am Sonntag, dem 24.August 1969 in Lembeck - nach 13 Jahren erstmals wieder außerhalb Dorstens - ausgetragen wurden.
Etwa 80 Spieler kämpften an sechs Tischen um die begehrten Titel sowie um Pokale und schöne Preise, die vom Amtsverband für Leibesübungen und vom TTC Lembeck gestiftet worden waren.
Obwohl der im Vorjahr neugegründete TTC noch wenig Erfahrung in der Ausrichtung derartiger Großturniere hatte sammeln können, klappte die Organisation vorzüglich, was auch vom Amtsverband und in den Lokalzeitungen lobend anerkannt wurde.
Der reibungslose Ablauf der Meisterschaften war vor allem der vorbildlichen Leistung der Turnierleitung zu verdanken, die sich aus dem Fachwart Nietsche und den Lembecker TTC-Spielern G.Linneweber und H.Risthaus zusammensetzte.
Aber nicht nur in organisatorischer Hinsicht, sondern auch auf sportlicher Basis überraschte der TTC mit tollen Erfolgen, die niemand den jungen Spielern zugetraut hatte.
Zwar blieb die A-Klasse der Herren eine Domäne der routinierten Dorstener Spitzenspieler, die B-Klasse wurde jedoch wider allen Erwartungen souverän von den Lembecker Spielern Hans und Friedel Bahde beherrscht, wobei lediglich Manfred Wenzel vom TTV Hervest-Dorsten in der Spitzengruppe mitmischen konnte. Im Endspiel kam es zwischen Hans Bahde und Martin Wenzel (TTV Hervest-Dorsten) zu einer langen Schlacht, wie beide Spieler Vertreter des Abwehrspiels waren. Wegen Zeitüberschreitung (ein Satz länger als 15 Minuten) musste der Kampf als "Zeitspiel" fortgeführt werden. Martin Wenzel versagten schließlich die Nerven. Er gab auf, und Hans Bahde wurde glücklicher Sieger. Sein Bruder Friedel konnte den 3.Platz belegen.
In der Jugendklasse stach von den Lembecker Teilnehmern besonders Gerd Radeck hervor. Mit einer tollen Leistung konnte er im Einzel den 3.Platz erringen. Im Doppel gelang ihm der gleiche Erfolg zusammen mit Siegfried Hille vom TTV Hervest-Dorsten.
Man kann mit Recht behaupten, dass der TTC diese erste große Aufgabe mit Bravour gemeistert hat und dass sich alle älteren Lembecker Spieler noch heute gern an dieses Turnier erinnern.
Tischtennis und Mannschaften
Die Anfangphase
Nachdem in Lembeck im Laufe des Jahres 1968 der Spielbetrieb im Tischtennis durch unser Vereinsmitglied Josef Weßeling wieder angekurbelt wurde, gründete man am 13.11.1968 den Verein TTC Lembeck.
Im Spieljahr 1969/70 nahm erstmals eine Mannschaft des TTC am Meisterschaftsbetrieb in der 2.Kreisklasse Recklinghausen teil.
Dieses Spieljahr schloss der TTC Lembeck tabellenmäßig noch relativ günstig ab.
Von 13 Mannschaften belegten wir den 9.Platz. In den Jahren 1969/70 wurden außerdem 10 Freundschaftsspiele ausgetragen. Davon wurden vier gewonnen und sechs gingen verloren.
Steigerungen
Höhepunkt des bisherigen Vereinslebens waren dann die 1969 in Lembeck ausgetragenen Amtsmeisterschaften, über die in einen besonderen Kapitel berichtet wurde.
Besonders hervorzuheben sind von den Senioren die Gebrüder Bahde. Sie erkämpften in der B-Klasse im Doppel den Titel des Amtsmeisters.
Dieses Kunststück brachte bei großer Beteiligung in der B-Klasse Hans Bahde im Einzel fertig, indem er sich souverän den Amtsmeistertitel erkämpfte.
Sehr beachtlich war dann der von Hans Bahde errungene Platz in der B-Klasse bei den Kreismeisterschaften 1970.
Einen hervorragenden 3.Platz bei den Amtsmeisterschaften belegte sein Bruder Fritz (Friedel).
Der Verein gewann hierdurch sehr an Popularität. Das zeigte sich dann in der 1. Serie der Meisterschaft 1970/71. Unser Verein galt als "Favoritentöter".
Die Mannschaft hatte bewiesen was in ihr steckt und belegte nach Abschluss der 1. Serie von 15 Mannschaften den 6. Tabellenplatz.
Erstes Damentraining
Ende 1970 wurde den Damen die Möglichkeit zur Aufnahme des Spielbetriebes gegeben, um zunächst einmal in einer Damenmannschaft mitspielen zu können.
Sportliche Mannschaftserfolge
Der 1. Herrenmannschaft des TTC Lembeck gelang im Jahre 1973 der Aufstieg in die 1. Kreisklasse Recklinghausen mit einem 9:7 Punkterfolg gegen SG Recklinghausen-Suderwich.
Es wurde in der Stammbesetzung mit Hans Bahde, Friedel Bahde, Karl Redmann, Werner Kistowski, Heinz Risthaus und Eugen Seyer gespielt.
Im Meisterschaftsbetrieb der 2. Serie 1974/75 ging der TTC Lembeck mit folgenden Herrenmannschaften an den Start:
1. Mannschaft:
Jim Bysh, Peter Brauner, Hans Bahde, Karl Redmann, Bernhard Liesen, Klaus Rekers
2. Mannschaft:
Michael Maas, Karl Ablaß, Klaus Austel, Ulrich Sildatke, Heinz Risthaus, Heinz Peine
3. Mannschaft
Ferdi Grote-Westrik, Rainer Risthaus, Klemens Rochner, Günther Linneweber, Egon Bücker, Bertold Cordel, Willi Bigus, Franz-Josef Liesen
Die 1. Herrenmannschaft erreicht im Spieljahr 1974/75 den Aufstieg in die Bezirksklasse. Zu dieser Zeit war diese Spielklasse die nächsthöhere nach der 1. Kreisklasse; die heute eingeschobenen Kreisliga existierte noch nicht.
Das inzwischen konsequent durchgeführte Damentraining fand 1978/79 mit der Gründung einer Damenmannschaft seinen Erfolg. Unsere Damen spielten nunmehr im Meisterschaftsbetrieb der Kreisklasse Recklinghausen mit.
In den vorgenannten Zeitraum fiel weiterhin die 10 jährige Jubiläumsfeier des Vereins TTC Lembeck.
Sämtliche Mannschaften des TTC Lembeck ereichten in der Folgezeit Positionen im Tabellenmittelfeld der jeweiligen Spielklasse. Überraschend und erfreulich zugleich konnte dieser Stand auch von unserer Damenmannschaft erkämpft werden.
Abstieg und Aufstieg im Wechsel
Die 1. Herrenmannschaft hatte sich leider in der spielerisch starken Bezirksklasse nicht lange behauten können. Nach dem Abstieg gelang ihr in der Spielsaison 1980/81 erneut der Aufstieg in die zwischenzeitlich neu eingegliederte Kreisliga Recklinghausen.
Doch die Freude währte nicht lange, denn schon in der anschließenden Spielsaison 1981/82 verabschiedeten sich die Lembecker Akteure in die 1. Kreisklasse. Alle anderen Mannschaften einschließlich unserer Damenmannschaft zeigten jedoch laut Tabellenspiegel aufsteigende Tendenzen. Erstaunlicherweise bahnte sich dann 1983 ein erneuter Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Kreisliga an, der schließlich auch perfekt wurde.
Die 1. Mannschaft, die in jeden Verein das Aushängeschild sein sollte, hatte das gesteckte Ziel mit viel Kampf und Ehrgeiz wiederum erreicht.
Die Spieler Bernhard Liesen, Hubert Hortmann, Ferdi Grote-Westrick, Thomas Kaczmarek, Ulrich Sildatke und Heinz Risthaus freuten sich über den wiederholen Aufstieg in die Kreisliga.
Ununterbrochen bis 1992 spielte unsere 1. Herrenmannschaft die immer neu in ihrer Besetzung formiert wurde, in dieser Spielklasse.
Lembecks 2. Herrenmannschaft war 1983 ebenfalls sehr erfolgreich und belegte in der 2. Kreisklasse den zweiten Tabellenplatz. Ein eventueller Aufstieg zeichnete sich jedoch nicht ab, da nicht immer in der stärksten Besetzung gespielt werden konnte.
Zu erwähnen ist an dieser Stelle noch, dass es zu dieser Zeit beim TTC sogar eine 4. Herrenmannschaft gab, die am Meisterschaftsgeschehen teilnahm.
Durststrecken
In den folgenden Jahren, ja eigentlich bis ins Spieljahr 1987/88, ergaben sich im Mannschaftsmeisterschaftsbetrieb keine grundlegenden Veränderungen.
Damen im Aufstiegsrausch
Die Aufstiegsjahre der 1.Damenmannschaft von 1987-1989 sorgten wiederum für Popularität beim TTC Lembeck.
Unser Damentrainer Helmut Seier, der unseren Damen mit Energie und vor allem Geduld die Techniken des Tischtennisspiels vorbildlich beibrachte, hatte maßgeblichen Anteil an deren Erfolg.
Gekrönt wurde diese Arbeit durch den Aufstieg in die Bezirksklasse 1987/88 und durch einen weiteren Aufstieg in die Bezirksliga 1988/89.
Vereinspopularität durch Erfolge und Ehrungen
Auf Kreisebene erreichten die Herren Erfolge und Titel, indem sie zunächst in der Aufstellung Uwe Hölting, Thomas Sasse und Norbert Langenhorst Kreispokalsieger werden.
Diesen Titel erkämpfte man sich erneut 1991 in der Besetzung mit Uwe Hölting, Jamil Hosh und Ulrich Börnig.
Damit war eine Teilnahme auf Bezirksebene verbunden.
Fast hätte man hier eine Präsenz bei den "Westdeutschen Meisterschaften" erreicht. Die äußerst knappe 5:4 Niederlage im Endspiel ließ dieses aber leider nicht zu. Auch 1992 wurde der TTC Lembeck in der derselben Aufstellung Kreispokalsieger.
Furore machten dann noch Spieler aus der 1. Mannschaft.
1989 gewann Jamil Hosh im Einzel den Stadtmeistertitel der Herren B-Klasse. Diesen Titel holte er auch im Doppel zusammen mit Uwe Hölting.
1991 wurden Ulrich Börnig und Hans-Jürgen Rohkämper in der C-Klasse Kreismeister im Doppel. Ulrich Börnig setzte die Erfolgskette fort, als er 1992 den Stadtmeistertitel in der Herren B-Klasse errang.
Ein Ereignis anderer Art war in 1988 die Auszeichnung für eine 20 jährige aktive Spielerlaufbahn durch den Westdeutschentischtennisverband e.V.
Auf der Kreisversammlung erhielten die Spieler Hans Bahde, Josef Wesseling, Heinz Peine, Ferdi Grote-Westrik, Eugen Seyer, Heinz Risthaus und Günther Linneweber die goldene Verdienstnadel des WTTV.
Aufsteigenden Tendenzen
Während 1990 die 1.Damenmannschaft mit dem Abstieg in die Bezirksklasse einen leichten Rückschlag hinnehmen musste, war die 1. Herrenmannschaft wieder im Aufwärtstrend.
Ein vorübergehendes konsequentes Training durch Ralf Kunter hatte zwar die Spielstärke aller Spieler gefördert, doch für einen Aufstieg in die Bezirksklasse reichte es nicht aus.
Der PSV Recklinghausen, bespickt mit bekannten älteren Akteuren, entwickelte sich gleich in zwei Spieljahren zum Angstgegner der 1. Herrenmannschaft und somit nicht zuletzt ausschlaggebend für unseren ausbleibenden Erfolg.
Aufstieg gelingt
Im Spieljahr 1991/92 konnte sich die 1. Herrenmannschaft, insbesondere die Neuzugänge Ulrich Börnig und Rolf Lützenkirchen, spielerisch noch einmal verstärken. Aus einem guten Potenzial mit Uwe Hölting, Jamil Hosh, Ulrich Börnig, Norbert Langenhorst, Hans-Jürgen Rohkämper, Ferdi Grote-Westrick, Rolf Lützenkirchen, Guido Röhling und Ulrich Sildatke war man stets in der Lage jeweils in Starker Besetzung anzutreten.
Der Erfolg zeigte sich dann nach Serienende mit dem 2.Tabellenplatz der Kreisliga, der nach dem gegebenen Reglement den Aufstieg in die Bezirksklasse ebnete.
Die Jugendabteilung des TTC Lembeck
Schon bald nach der Gründung des TTC Lembeck zeigte sich, dass das Interesse am Tischtennissport auch im Kreise von Schülern und Jugendlichen recht groß war. Um diesem Interesse gerecht zu werden, gründete der Verein bereits 1971 eine Jugendabeilung.
Da es vor allem aus Mangel an Fahrgelegenheit nicht möglich war, sofort eine Jugend- und eine Schülermannschaft am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen zu lassen, ließ man die älteren und spielstärkeren Jungen zunächst mit "Seniorenerklärung" in den Herrenmannschaften mitspielen.
Für das Spieljahr 1972/73 wurde erstmals eine Schülermannschaft gemeldet, die in der Schülerkreisklasse Recklinghausen spielte und nach Abschluss der Saison den 8. Platz belegt. In dieser ersten Mannschaft kamen die Spieler Heinz Burdenski, Hubert Hortmann, Willi Kleine-Vorholt, Bernd Langenhorst und Hubert Einhaus zum Einsatz.
Nach wechselnden Erfolgen in den nächsten Jahren gelang der Schülermannschaft mit den Spielern Uwe Hölting, Thomas Sasse, Andy Günther, Thomas Stockhoff, Joachim Limberg, Andreas Strübbe, Thomas Mast und Hans-Jürgen Rohkämper 1980 erstmals der Aufstieg aus der Kreisklasse in die Kreisliga.
Auch in der Saison 1986/87 wurde die nunmehr aus den Spielern Daniel Zerbin, Christian Bigus, Jens Rautenberg, Marc Pietrowski und Dirk Risthaus bestehende Schülermannschaft souverän Meister ihrer Klasse.
Als Franz-Josef Liesen 1975 das Amt des 1. Jugendwartes übernahm, gelang es ihm sofort, den Vorstand zu überzeugen, dass es besser sei, künftig die Jugendlichen aus den Herrenmannschaften herauszunehmen und in einer Jugendmannschaft gegen gleichaltrige antreten zu lassen.
So nahm dann 1976 zum ersten Mal eine Jugendmannschaft des TTC am Meisterschafts-Spielbetrieb teil. In dieser Mannschaft spielten: Rainer Drobny, Manfred Berger, Bernd Langenhorst, Heinz Stockhoff und Franz-Josef Einhaus. Die Mannschaft erreichte im 1. Spieljahr den 8. Tabellenplatz.
1981/82 wurde die Mannschaft, jetzt aus den Spielern Uwe Hölting, Thomas Sasse, Thomas Kaczmarek, Thomas Stockhoff, Jörg Wember, Hans-Jürgen Rohkämper und Andreas Strübbe bestehend, Meister der Jugendkreisklasse und stieg in die Bezirksklasse auf. Leider konnte sie sich hier aber nur ein Jahr halten, weil einige Spieler aus Altersgründen nicht mehr in der Jugendklasse spielen durften.
In der Saison 1983/84 gingen bereits zwei Jugendmannschaften für den TTC ins Rennen, wobei die 2. Mannschaft mit den Spielern Frank Kempfert, Thomas Mast, Gregor Lohbreyer, Michael Limberg, Michael Ludwig und Martin Lohbreyer auf Anhieb die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse errang.
1988 gelang dann der 1. Jugendmannschaft nochmals der Aufstieg in die Bezirksklasse, wo sie im ersten Jahr einen guten Tabellenplatz belegen konnte. Nach der Saison 1989/90 musste sie aber leider zurückgezogen werden, weil fast alle Spieler für die Jugendklasse nicht mehr spielberechtigt waren.
Auch außerhalb der Mannschaftsmeisterschaften sorgte die Jugendabeilung durch hervorragende Erfolge, insbesondere bei den Kreispokalspielen, für allgemeines Aufsehen.
So gewann 1982 zum ersten Mal eine Jugendmannschaft des TTC den Kreispokal. Im Finale bezwangen die Spieler Uwe Hölting, Thomas Sasse und Thomas Kaczmarek nach einem harten und spannenden Kampf den klassenhöheren Gegner CVJM Recklinghausen mit 5:3.
Den gleichen Erfolg konnte ein Jahr später die Mannschaft mit den Spielern Uwe Hölting, Thomas Sasse und Hans-Jürgen Rohkämper wiederholen.
Auch im Jahre 1990 ging der Kreispokal an die Jugendmannschaft des TTC Lembeck. Für alle überraschend bezwangen die Spieler Christian Bigus, Daniel Zerbin und Guido Röhling im Endspiel nach spannenden Kämpfen den deutschen Jugendmeister Blau-Weiß Datteln, wobei Christian Bigus und Daniel Zerbin alle Spiele gegen die erfahrenen Dattelner Spieler für sich verbuchen konnten.
Wahrlich ein großartiger Erfolg für die Lembecker Tischtennisjugend.
Wie bei der männlichen Jugend, zeigten auch schon früh einige Lembecker Mädchen ihr Interesse am Tischtennissport. Bereits 1973 nahmen sie den Trainingsbetrieb auf. Der Versuch schlief jedoch bald wieder ein. Doch wenige Jahre später wurde auf Initiative des Jugendleiters Franz-Josef Liesen erneut eine Mädchenabteilung ins Leben gerufen, in der sofort zahlreiche Mädchen ihr Interesse und ihr Geschick unter Beweis stellten.
Der Kreis Recklinghausen richtete 1982 erstmals eine Mädchenkreisklasse ein, in der zunächst mit Zweiermannschaften gespielt wurde. In dieser Klasse spielte von Anfang an eine Mädchenmannschaft des TTC Lembeck mit. Günther Ziems übernahm das Training und die Betreuung dieser Mannschaft, der zunächst die Spielerinnen Rita Berger, Gaby Kötting
und Ursula Sailer angehörten. Sie erreichten im ersten Spieljahr einen beachtlichen 5. Tabellenplatz.
Vom nächsten Spieljahr an wurde dann auch in der Mädchenkreisklasse mit Vierermannschaften gespielt.
Bei den Kreispokalspielen, wo sich unsere Mädchen 1985 "nur" mit den 2. Platz begnügen mussten, errangen sie 1986 Sieg und Pokal. 1986/87 erreichte die Mädchenmannschaft ihren größten Triumph und war in diesem Spieljahr auch gleichzeitig die erfolgreichste Mannschaft des Vereins. Unter Leitung ihres Trainers Thomas Sasse, der inzwischen die Betreuung übernommen hatte, gelang es den Spielerinnen Karin Kötting, Jutta Bahde, Jutta Büser und Tanja Winkler erneut den Kreispokal zu gewinnen und souverän Meister der Mädchenklasse des Kreises Recklinghausen zu werden. Damit hatte man sich sowohl für die Teilnahme an den Bezirkspokalspielen als auch an den Bezirksmeisterschaften des TT-Bezirks Münster qualifiziert.
Während sich unsere Mädchenmannschaft bei den Bezirkspokalspielen noch dem TUS Hiltrup mit einer 5:2 Niederlage beugen musste, drehte sie bei den Bezirksmeisterschaften den Spieß um und bezwang im Endspiel nach harten Kampf den TUS Hiltrup mit 7:5.
Durch diesen großartigen Erfolg sicherten sich die Lembecker Mädchen den kaum möglich gehalten Bezirksmeistertitel und qualifizieren sich damit für die nächste Runde, die auf Ebene des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes ausgetragen wurde.
"Wir haben heute einfach Glück gehabt. Dass wir in Münster eine reelle Chance haben würden, hätte ich vorher nicht geglaubt", so lautete der Kommentar von Trainer Thomans Sasse zum Erfolg seiner Spielerinnen, die dem TUS Hiltrup am Schluss konditionell recht deutlich überlegen waren.
Bei den Westdeutschen Meisterschaften konnten die Lembecker Mädchen dann auch noch einen beachtlichen 2. Platz in ihrer Gruppe belegen. Dies reichte leider nicht zur Teilnahme am Endspiel, kann aber bei Berücksichtigung der überaus starken Konkurrenz als grandiosen Erfolg gewertet werden.
Die Erfolge der Schüler, Jugend und Mädchen bei den Vereinsturnieren sind bereits in den Berichten über die einzelnen Turniere aufgeführt.
Darüber hinaus konnten aber auch noch einige tolle Erfolge bei den Stadtmeisterschaften und bei den Kreismeisterschaften errungen werden.
Alte-Herren-Abteilung
Auf Initiative von Willi Zerbin wurde im Frühjahr 1983 eine Unterabteilung des TTC Lembeck e.V., die "Alte-Herren-Abteilung", geboren.
Schnell meldeten sich einige frühere Aktive, die noch gern Vergleichkämpfe gegen andere Hobbymannschaften machen wollten. Da inzwischen fast alle 1. Vorsitzenden in dieser Truppe spielten, wird sie auch "Präsidentenmannschaft" genannt.
Das erste Freundschaftsspiel fand am 18.03.1983 ggen BSG Gelsenkirchen statt.
Im ersten Jahr lautete die Stammbesetzung:
Heinz Peine, Günther Linneweber, Josef Wesseling, Eugen Seyer, Franz Wesseling und Willi Zerbin.
1984 kam dann Klaus Austel dazu, und in den Folgejahren meldeten sich Hans Bahde, Rolf Große-Geldermann, Heinz Risthaus, Egon Bücker, Willi Bigus, Franz-Josef Liesen und zuletzt Ferdi Grote-Westrick an.
Seit 1983 werden in den Herbst- und Wintermonaten einige Freundschaftsspiele gegen andere Hobbymannschaften ausgetragen. Zu den Dauerpartnern zählen die Hobbymannschaften vom TSC Dorsten, SUS Bertlich, SUS Polsum, aber auch Betriebsportgemeinschaften der Firmen Gelsenwasser, Langnese-Iglo und Ruhrgas.
Zur Tradition wurde inzwischen das jeweils am Gründonnerstag ausgetragene Freundschaftsspiel gegen die eigene Damenmannschaft.
In unregelmäßigen Abständen werden die Alte-Herren-Meisterchaften und der 1987 gestiftete "Paul-Weiß-Pokal" ausgespielt.
Neben der sportlichen Betätigung steht den "Alten-Herren" ganz besonders die Geselligkeit im Vordergrund. Da die meisten Spiele freitagabends ausgetragen werden, bleibt anschließend immer noch Zeit zum gemütlichen Beisammensein.
Um auch die Ehefrauen am Vereinsleben teilhaben zu lassen, werden gelegentlich gesellige Abende veranstaltet. Ab 1986 wird einmal jährlich eine Fahrradtour unternommen. In guter Erinnerung ist auch noch die Karnevalsfeier, die mit Vereinsmitgliedern des Schwimmvereins Atlantis im Februar 1992 gestaltet wurde.
Ab 1990 wird von den "Alte-Herren" einmal jährlich eine Ausflugsfahrt über 2 oder 3 Tage unternommen. Die ersten Touren zu "Toms-Hütte" in die Eifel und zum Weinfest nach Neef an der Mosel haben viel Spaß gemacht.
Es ist der gemeinsame Wunsch aller "Alte-Herren" durch sportliche Betätigung fit zu bleiben und im gemütlichen Beisammensein den Zusammenhalt zu festigen.